Pferdemedizin heute Shivering
Ursachen, Behandlungsmethoden und Management
Shivering beim Pferd wirkt oft irritierend: Die Hinterhand zittert, das Pferd hebt das Bein ungewöhnlich an oder hat Probleme beim Rückwärtsrichten und Hufegeben. Doch was steckt hinter dieser neurologischen Bewegungsstörung – und wann sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden?
In dieser Folge von Pferdegesundheit, dem Podcast der Gesellschaft für Pferdemedizin, sprechen Prof. Dr. Karsten Feige und Dr. Frederik Heun mit Ina Tenz über Ursachen, Symptome, Diagnostik und Management von Pferden mit Shivering.
Themen der Folge
Was Shivering ist – und was nicht
Warum Shivering keine Infektion und nicht ansteckend ist
Typische Symptome: Zittern, übermäßiges Anheben und seitliches Wegführen der Hintergliedmaße
Warum Pferde diese Bewegungen nicht bewusst ausführen
Welche Rolle Kleinhirn und Nervenverschaltungen spielen
Warum die Ursachen bisher noch nicht vollständig geklärt sind
Welche Pferde häufiger betroffen sind
Wie sich Shivering von Stringhalt/Hahnentritt und Ataxie unterscheidet
Warum frühe Symptome oft mit Unwilligkeit oder „Zickigkeit“ verwechselt werden
Wann Besitzerinnen und Besitzer tierärztliche Hilfe holen sollten
Wie die Diagnose gestellt wird
Warum Videos aus dem Stall für die Untersuchung hilfreich sein können
Welche Begleiterkrankungen ausgeschlossen werden sollten
Warum es derzeit keine belegte Heilung gibt
Was im täglichen Management helfen kann
Wie Schmied, Tierarzt und Stallteam sicher mit betroffenen Pferden umgehen
Wann Weidehaltung und angepasste Bewegung sinnvoll sein können
Welche rechtlichen Fragen beim Pferdekauf relevant werden können
Was die Forschung über mögliche genetische Komponenten weiß
Zentrale Botschaft
Shivering ist keine Unart und kein Trainingsproblem, sondern eine neurologische Erkrankung. Betroffene Pferde brauchen Verständnis, eine klare Diagnose und ein umsichtiges Management im Alltag.
Hinweis für Besitzerinnen und Besitzer
Wenn ein Pferd beim Rückwärtsrichten, Hufegeben oder Berühren der Hintergliedmaßen auffällige Bewegungen zeigt, sollte eine Tierärztin oder ein Tierarzt hinzugezogen werden – auch, um Shivering von anderen neurologischen Bewegungsstörungen abzugrenzen.


